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Sonnenschutz

Endlich!!! Sonne, Sonne, Sonne… und wie sieht es mit dem Schutz aus?

 

Den Großteil unserer Sonnenbestrahlung erhalten wir im Alltag und nicht, wie so oft gedacht, im Urlaub!

 

Laut einer Studie der Warren Alpert Medical School der Brown University in Rhode Island reichen schon fünf Sonnenbrände vor dem 20. Lebensjahr aus, um das Hautkrebsrisiko um rund 80 Prozent zu steigern. Dazu zählen schon leichte Rötungen der Haut, die nicht schmerzen müssen. Daher ist es umso wichtiger, bereits Kinder und Jugendliche ausreichend zu schützen.

 

Auch die Augen können vom übermäßigen Konsum der beliebten Sonnenstrahlen geschädigt werden. Dazu gehören Erkrankungen wie Binde- oder Hornhautentzündungen, photochemische Netzhautschäden und u.a. die als „Grauer Star“ bekannte und gefürchtete Linseneintrübung. Bitte schützen Sie sich deshalb zusätzlich durch Tragen einer Sonnenbrille mit garantiertem UV-Schutz (UV-400).

 

Gerade die ersten Sonnenstrahlen des Frühjahres können genauso intensiv sein wie im Hochsommer. Hier ist es empfehlenswert, Ihre Haut langsam an die Sonne zu gewöhnen. 

Ich werde oft gefragt, woran man die Intensität der UV-Strahlung festmachen kann. Hier hilft uns der UV-Index vom Bundesamt für Strahlenschutz, der auf einer Skala von 1 bis 11 tagesaktuell die höchstmögliche UV-Bestrahlungsstärke anzeigt. Natürlich hat die Tageszeit Einfluss auf die UV-Intensität – sie ist in der Mittagszeit von 11 bis 15 Uhr am höchsten. Aber auch die geografische Breite, die Gesamtozonkonzentration in der Atmosphäre, die Bewölkung und die Höhenlage eines Ortes bestimmen, wie intensiv die UV-Strahlung ist. Schon bei einem UV-Index-Wert von 3 werden Sonnenschutz-Maßnahmen empfohlen. In den Wintermonaten von Oktober bis März bleibt bei uns in Deutschland der UV-Index-Wert unter 3, ein Sonnenschutz ist laut Bundesamt für Strahlenschutz also in der Regel nicht nötig.

 

Jetzt kommen wir zu unserem wichtigsten Schutz in der Kosmetik: Sonnencremes, Gels, Lotionen, Pasten usw.

Sonnenschutzprodukte benötigen ca. 30 Minuten bis sie wirken, setzen Sie die Produkte daher also rechtzeitig ein. Leider werden die Produkte zudem oft zu dünn aufgetragen. 

Der Krebsinformationsdienst rät, mindestens 2 Milligramm Produkt pro Quadratzentimeter Haut zu verwenden – die Menge entspricht etwa 6 Teelöffeln für den Körper eines Erwachsenen. 

Der Lichtschutzfaktor (LSF) sollte mindestens LSF20 entsprechen. Ein höherer Lichtschutzfaktor als LSF50 kann chemisch nicht hergestellt werden. Produzenten nutzen daher gerne die Bezeichnung 50+.

 

Der Begriff „wasserfest“ erklärt, dass das Produkt nach zweimaligem Aufenthalt von 20 Minuten im Wasser noch mindestens die Hälfte des angegebenen LSF aufweisen muss. Hier gilt, nach dem Baden unbedingt wieder eincremen! Aber Achtung! Nachcremen verlängert den Schutz nicht – es erhält ihn nur, das gilt für alle Sonnenschutzprodukte.

Übrigens beeinträchtigt auch starkes Schwitzen die wasserfeste Wirkung.